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Sonntag, 6. April 2025

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Kelag-Konzernergebnis 2024 sinkt trotz überdurchschnittlich hoher Wasserführung

Trotz der überdurchschnittlich hohen Wasserführung verringerten sich der Umsatz und das Konzernergebnis der Kelag gegenüber 2023. Dies teilt die Kelag in einer Aussendung mit. Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete die Kelag Umsatzerlöse von 1.979 Millionen Euro (2023: 2.219 Millionen). Das Konzernergebnis der Kelag betrug im Jahr 2024 438 Millionen Euro gegenüner 462 Millionen im Jahre 2023.

Herausfordernde Bedingungen. Gleichzeitig investierte die Kelag im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp 400 Millionen Euro in Wasserkraft, Photovoltaik und Windkraft, in den Ausbau der Netz- und Glasfaserinfrastruktur sowie in nachhaltige Fernwärmenetze. Damit konnten unter herausfordernden konjunkturellen Rahmenbedingungen vor allem im Heimatmarkt weitere entscheidende Schritte in ein unabhängigeres Energiesystem gesetzt werden.

Warme Witterung wirkt sich auf Energieabsatz aus. Die Absatzmenge des Kelag-Konzerns blieb im Bereich von Strom und Wärme im Vergleich zum Jahr 2023 konstant und bei Erdgas leicht rückläufig. „Hier wirkte sich die warme Witterung im Jahr 2024 aus, besonders im Segment Erdgas“, erläutert Danny Güthlein, Vorstand der Kelag. Die Wasserführung erreichte mit monatlichen Rekordspitzen im Gesamtjahr 2024 mit 117,2 Prozent einen der höchsten Werte der vergangenen 10 Jahre (2023: 105,9 Prozent). Güthlein: „Trotz der erwähnten positiven Effekte fiel das Konzernergebnis geringer aus als 2023. Ausschlaggebend dafür waren die schwierige Konjunkturlage und die rückläufige Preisentwicklung an den Energiemärkten.“

Kelag, einer der größten Investoren in Kärnten. Im Geschäftsjahr 2024 wendete der Konzern knapp 400 Millionen Euro für Investitionen und Instandhaltungen auf. Diese Aufwendungen befanden sich im langjährigen Vergleich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. „Die Kelag zählt zu den investitionsstärksten Leitbetrieben in Kärnten. Unsere Investitionen in der Region tragen maßgeblich zur nachhaltigen Wertschöpfung bei. Jeder Euro, den wir investieren, sichert und schafft Arbeitsplätze – besonders in einer Zeit wirtschaftlicher Herausforderungen“, erklärt Reinhard Draxler, Vorstand der Kelag. „Schwerpunkte sind traditionell die Bereiche Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie, die Netzinfrastruktur und das Geschäftsfeld Wärme. Wir investieren aber auch konsequent in neue Geschäftsfelder, wie etwa in den Ausbau des Glasfasernetzes. Im Jahr 2024 haben wir für rund 10.000 Haushalte und Unternehmen die Anschlüsse an das Glasfasernetz hergestellt.“

Das Kelag-Vorstandsteam Danny Güthlein (links) und Reinhard Draxler. Fotos: Kelag
Das Kelag-Vorstandsteam Danny Güthlein (links) und Reinhard Draxler. Fotos: Kelag

Kelag investiert auch im Ausland erfolgreich. Um die Winterstromlücke in Europa zu schließen, führt kein Weg an der Windkraft vorbei. Sie ist die einzige erneuerbare Energiequelle, die überwiegend im Winter zur Verfügung steht und somit einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit leistet. Deshalb setzt die Kelag konsequent auf den Ausbau der Windenergie. Das Unternehmen betreibt bereits 20 Windkraftanlagen in Österreich und entwickelt weitere Projekte. Damit leistet die Kelag einen wesentlichen Beitrag zur Unabhängigkeit Österreichs von fossilen Energien. Über das Tochterunternehmen Kelag International kommen 29 Windkraftanlagen in Südosteuropa hinzu. Weitere zehn Windkraftanlagen befinden sich dort in Errichtung, um diese nachhaltige Erzeugungsform weiter zu forcieren.  

Attraktiver Arbeitgeber: Wachstum durch Investitionen. Die umfassenden Investitionstätigkeiten und die zahlreichen Projekte wirken sich auf den Personalstand aus. Der Kelag-Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 2.058 Mitarbeiter:innen (gerechnet in Mitarbeiter:innenäquivalenten); das ist ein Zuwachs von 169 gegenüber dem Jahr 2023. In dieser Zahl sind 107 Lehrlinge enthalten, ein Plus von 6 gegenüber 2023.

Ausblick: Ergebnisrückgang erwartet. Als wichtigen Schritt zur Lösung der aktuellen Herausforderungen werden im Geschäftsjahr 2025 rund 460 Millionen Euro in ein grünes Rekordinvestitionsprogramm fließen. Die Schwerpunkte der Investitionen liegen in der Erzeugung erneuerbarer Energie aus Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie, dem Ausbau der Wärmeerzeugung auf Basis von Biomasse und industrieller Abwärme sowie der Erweiterung und Modernisierung der Netzinfrastruktur.

3,8 Milliarden bis 2034. Der Kelag-Konzern plant mit einem Investitionsprogramm von rund 3,8 Milliarden Euro bis zum Jahr 2034 den Umbau des Energiesystems voranzutreiben. Im Fokus steht der Ausbau regional verfügbarer, erneuerbarer Energieträger zur Stärkung der Standortattraktivität mit ausgewogener Balance zwischen Versorgungssicherheit.

Die Kelag setzt konsequent auf den Ausbau der Windenergie.
Die Kelag setzt konsequent auf den Ausbau der Windenergie.

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Herausfordernde Bedingungen. Gleichzeitig investierte die Kelag im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp 400 Millionen Euro in Wasserkraft, Photovoltaik und Windkraft, in den Ausbau der Netz- und Glasfaserinfrastruktur sowie in nachhaltige Fernwärmenetze. Damit konnten unter herausfordernden konjunkturellen Rahmenbedingungen vor allem im Heimatmarkt weitere entscheidende Schritte in ein unabhängigeres Energiesystem gesetzt werden.

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Das Kelag-Vorstandsteam Danny Güthlein (links) und Reinhard Draxler. Fotos: Kelag
Das Kelag-Vorstandsteam Danny Güthlein (links) und Reinhard Draxler. Fotos: Kelag

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Ausblick: Ergebnisrückgang erwartet. Als wichtigen Schritt zur Lösung der aktuellen Herausforderungen werden im Geschäftsjahr 2025 rund 460 Millionen Euro in ein grünes Rekordinvestitionsprogramm fließen. Die Schwerpunkte der Investitionen liegen in der Erzeugung erneuerbarer Energie aus Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie, dem Ausbau der Wärmeerzeugung auf Basis von Biomasse und industrieller Abwärme sowie der Erweiterung und Modernisierung der Netzinfrastruktur.

3,8 Milliarden bis 2034. Der Kelag-Konzern plant mit einem Investitionsprogramm von rund 3,8 Milliarden Euro bis zum Jahr 2034 den Umbau des Energiesystems voranzutreiben. Im Fokus steht der Ausbau regional verfügbarer, erneuerbarer Energieträger zur Stärkung der Standortattraktivität mit ausgewogener Balance zwischen Versorgungssicherheit.

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